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Schon lange bevor es einen Faschingsverein gab, feierten die Wombacher die Foasenaocht. In den Nachkriegsjahren zog man am Faschingsdienstag begleitet von Musikanten von Haus zu Haus und die Ortsvereine und Stammtische sorgten für Bälle und Kappenabende „beim Eugen“ (Gasthaus „Spessarttor“). 1962 fand dann auf Initiative von Heribert Endres und der Wombacher Pfarrjugend im Saal des Spessarttors die erste richtige Elferratssitzung statt. Das Motto lautete: „Wombach ist der Nabel, ist das Herz der Welt“. Eigens dafür wurde auch ein Faschingslied getextet, das man noch über viele Jahre zur Faschingszeit in Wombach hören konnte. Gäste waren damals unter anderen die „Weißen Hasen“ aus Haßfurt, die später noch große Erfolge auf den fränkischen Fastnachtsbühnen feiern sollten. Belohnt wurden die Aktiven mit einem Bierdeckelorden – vom damaligen Kaplan Gerd Götz mit einer handbemalten „Klöassköpfschüssel“ verziert, die sehr viel Ähnlichkeit mit dem späteren Motiv auf der Vereinsstandarte des KCW aufwies. Sitzungspräsident war Robert Roth, der später als Hofmarschall und Elferrat im KCW lange Zeit aktiv war. Nach Vorwürfen und Streitereien über den Inhalt einer Büttenrede (man kritisierte den Bau der neuen Schule am Dorfplatz) kam es jedoch bereits 1963 wieder zum vorläufigen Ende der Elferratssitzungen. 1. Faschingszug und Elferratssitzung
Nach 1963 gab es immer wieder
kleinere Veranstaltungen der
Ortsvereine und Stammtische.
Auch die „Lumpen-Bälle“ der
„Kirchenputzweiber“ sowie die
von Werner Wirth organisierten
DJK-Bälle sind vielen älteren
Wombachern noch in bester
Erinnerung. 1977 schlug dann die
Geburtsstunde des Karnevals-
Club Wombach! Auf Initiative
von Werner Wirth, dem heutigen
Ehrenvorstand des KCW, gelang es
innerhalb von 14 Tagen, den ersten
Wombacher Faschingszug auf die Beine zu stellen. Am Faschingsdienstag schlängelte
sich der Gaudiwurm durch die Wombacher Straßen. Zu den Klängen der Wombacher
Blasmusik ging es nach dem bunten Umzug ins Vereinsheim. Vor vollem Haus
unterhielten dort Rolf Reines, Max Daus, Martina Wirth, Marika Brönner und Hubert
Brönner das närrische Volk mit Büttenreden. Bei diesen beiden Veranstaltungen
zeigte sich, dass in Wombach genügend Begeisterung, Interesse und Potential für
eine organisierte Fastnacht vorhanden war. Veranstalter der ersten Elferratssitzung war der Zweckverband Vereinsheim Wombach e.V. (ein Zusammenschluss der Wombacher Vereine RV Viktoria, DJK, Freiwillige Feuerwehr, Musikverein und Gesangverein 1899). Den Verantwortlichen war aber schnell klar, dass sich dieser Zweckverband nicht um die Organisation und Durchführung der Faschingsveranstaltungen kümmern kann, sondern dass dafür eine eigene Organisation benötigt wird. Der damalige Vereinsheimvorsitzende Horst Siegler war gegen die Gründung eines eigenständigen Vereins. Stattdessen regte er an, den Faschingsverein als Abteilung unter dem Dach des Vereinsheim Wombach e.V. zu führen. Und so kam es dann auch:Am 13.10.1978 wurde im Gasthaus Spessarttor der Karnevals-Club Wombach als Abteilung des Vereinsheims Wombach e.V. offi ziell aus der Taufe gehoben. Bei der Gründungsversammlung traten 32 Mitglieder der Abteilung bei und Ernst Baumeister wurde zum ersten Abteilungsleiter gewählt. 1979 konnte der KCW dann seine erste Garde auf die Faschingsbretter schicken. Die Anschaff ung der neuen Kostüme wurde durch Spenden der Mitglieder finanziert und darüber hinaus durch den Zweckverband Vereinsheim Wombach e.V. großzügig unterstützt. Die acht Kostüme kosteten 1.500 DM, die Gardestiefel mussten die Mädchen selbst bezahlen.
Um Überschneidungen mit anderen Faschingszügen im Umkreis zu vermeiden, wurde in diesem Jahr der Straßenfasching von Faschingsdienstag auf den Faschingssonntag verlegt. Dieser Termin wurde bis heute beibehalten. Bereits nach drei Jahren zeigte sich, dass trotz der Größe des Vereinsheims eine Sitzung zu wenig ist, um die große Nachfrage nach Karten zu decken. Die Verantwortlichen entschlossen sich
daher nach langer Diskussion im Jahr 1981 erstmals dazu, eine zweite Sitzung anzubieten. Auf ganz anderes Terrain wagten sich die Verantwortlichen des KCW im Jahr 1982. Auf Drängen des Abteilungsleiters Werner Wirth entschied man sich dazu, am 23. Januar erstmals einen Gala-Ball in den kahlen Räumen des Vereinsheimes, das sonst überwiegend als Sporthalle genutzt wird, durchzuführen. Es war sehr viel Arbeit notwendig, um dieser Veranstaltung den nötigen Rahmen zu geben. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt: Als die Combo der Fränkischen Musikanten Billingshausen Punkt 20 Uhr zur Polonaise aufspielte, waren alle Eintrittskarten verkauft. Zum Erfolg des Abends trugen auch die Tanzsportgruppe des TSV Lohr sowie die KCW-Garde mit ihren Tanzeinlagen bei. Jahr für Jahr gelingt es seitdem mit hervorragenden Ballbands, Tanzeinlagen der eigenen Garden und mit einer Jahr für Jahr neu entworfenen, stimmungsvollen Hallendekoration ein tanzfreudiges und elegant gekleidetes Publikum ins Vereinsheim zu locken. Man kann sicher von dem „gesellschaftlichen Ereignis des Jahres“ in Wombach sprechen.
1983 wurde Werner Wirth zum Ehrenvorstand ernannt. Er war Motor und Ideengeber,
anfangs stellvertretender Abteilungsleiter, ab 1979 Abteilungsleiter,
unterstützte Robert Peter als Vize-Präsident und war neben zahlreichen anderen
Aufgaben auch für die Ordensgestaltung verantwortlich. Die Kampagne
1983/84 stand ganz im Zeichen der ersten urkundlichen Erwähnung Wombachs
vor 650 Jahren. Die Eheleute Horst und Erna Siegler stellten in historischen Gewändern
die Edelleute Heinrich und Hedwig von Hohenlohe dar, die im Jahre
1325 das Rienecker Lehen zu Wombach übernommen hatten. Auch der damalige
Sessionsorden erinnerte an diese historische Begebenheit.
Daneben gab es in dieser Kampagne noch zwei weitere Neuerungen:
In ihren schicken neuen dunkelblauen Gardekostümen hatte die „Blaue KCWGarde“
ihren ersten Auftritt. Mit der „Blauen Garde“ (später „KCW-Garde“) und
der „Roten Garde“, die Rainer Nätscher 2003 zu seiner „Präsidenten-Garde“ ernannte, kann der KCW somit zwei gleichwertige Garden vorweisen.
Nach acht Jahren trat Robert Peter 1986 aus berufl
ichen Gründen als Sitzungspräsident zurück.
Den richtigen Nachfolger zu finden war nicht
schwer. Leo Ullrich, ein waschechter Wombacher,
war von Anfang an dabei und hatte sich als Mundschenk
und Büttenredner wärmstens für das höchste
Amt im Verein empfohlen. Als erste Amtshandlung
ernannte Leo Ullrich seinen Vorgänger für seine
Verdienste um den KCW zum Ehrenpräsidenten.
Robert Peter hat die positive Entwicklung des Vereins
in den ersten Jahren maßgeblich beeinflusst. Er
war nicht nur Sitzungspräsident, sondern hat sich
darüber hinaus unter anderem als 2. Vorsitzender,
Programmgestalter und Büttenredner verdient gemacht. Unvergessen auch
die Auftritte des Gesangvereins Wombach, für die er als Liedertexter und Dirigent
verantwortlich war. Das Amt des Abteilungsleiters übernahm Peter Heilig im Jahr
1987 von Werner Wirth und der KCW konnte bereits auf 10 Jahre Elferratssitzungen
zurückblicken. Aus diesem Anlass wurde das erste und bisher einzige Prinzenpaar
gekürt. Das ehrenvolle Amt übernahmen Prinz Helmut I und Prinzessin Gabi I vom
Hofacker (Helmut und Gabi Nätscher). Noch während des Faschingszugs am Faschingssonntag 1989 legte Abteilungsleiter Peter Heilig aus Verärgerung über die mangelnde Disziplin einiger Zugteilnehmer sein Amt nieder. Ein Nachfolger musste nicht lange gesucht werden. Egbert Roth erklärte sich spontan bereit, sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen. Er war bereits 1978 bei der ersten Elferratssitzung als Elferrat dabei und sorgte seit 1980, neben anderen Aktivitäten, gemeinsam mit Hans-Georg Bauer für die Programmgestaltung und einen reibungslosen Ablauf bei den Elferratssitzungen. Egbert Roth führt den Verein nun schon seit über 20 Jahren und hat somit einen wesentlichen Anteil an seiner positiven Entwicklung. Eine schwere Entscheidung musste er gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen der Vorstandschaft 1991 treff en. Der KCW beugte sich damals dem öffentlichen Druck und sagte wegen des Golfkriegs schweren Herzens alle Veranstaltungen ab. Eine Entscheidung, die aus heutiger Sicht so sicher nicht mehr getroffen werden würde! Erste Kindersitzung und Wombicher ZeltkirbDafür ging es ein Jahr später mit umso mehr Schwung weiter. Am 16. Februar 1992 fand unter dem Motto: „Von Kindern – für Kinder“ am Sonntagnachmittag die erste Kindersitzung des KCW im Vereinsheim statt. Mit gemeinsamen Liedern, frechen Dialogen, Büttenreden, Gardetänzen und viel Musik waren die Nachwuchs-Narren mit Begeisterung bei der Sache. Die Kinder- und Jugendsitzung ist seitdem ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des KCW. Die Veranstaltung ist Garant dafür, dass der Verein keine Nachwuchssorgen hat. Viele Aktive, die heute ein fester Bestandteil der Elferratssitzungen sind, sammelten hier ihre ersten Bühnenerfahrungen. Einen maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte „KCW Kinder- und Jugendsitzung“ haben Manuela Roth, die als Jugendleiterin die Veranstaltung mit ins Leben rief sowie Karina Rack, die das Amt 2003 übernahm und mit viel Engagement und Einsatzbereitschaft die sehr gute und erfolgreiche Arbeit von Manuela nahtlos fortführt! Im Herbst des gleichen Jahres kam eine weitere Veranstaltung dazu. Seit Jahren beklagte man sich im Ort, dass die Kirb so gut wie keinerlei Bedeutung mehr hatte. Dies nahmen die Verantwortlichen der Wombacher Blasmusik und des KCW zum Anlass, am 26. und 27. September 1992 auf dem Dorfplatz erstmals die „Wombacher Zeltkirb“ zu feiern. Diese Veranstaltung mit Kirbbaumaufstellung, Kirbburschen und -mädchen, Kirbbloatz, Bullenschiss und Kirb-Olympiade sowie weiteren Attraktionen hat dazu beigetragen, der Wombacher Kirchweih neues Leben einzuhauchen und Brauchtum zu erhalten. Leo Ullrich übergibt Präsidentenamt an Rainer NätscherZu einem erneuten Wechsel im KCW-Präsidium kam es im Jahr 1993: Leo Ullrich übergab das Amt des Sitzungspräsidenten an Rainer Nätscher. Bevor ihn Leo Ullrich 1988 zum Rechts-Präsidenten machte, hatte der spätere Stadtrat und DJK-Vorsitzende mit organisierter Leo ein goldenes Händchen bewiesen. Rainer entwickelte sich als Vize-Präsident, Büttenredner, Kurzdialoger und später als „Kloaß“ an der Seite von „Bröckele“ Marcus Ullrich sehr schnell zu einem Vollblut-Foasenoachter. Für seine großen Verdienste um die Wombicher Foasenoacht wurde er 2004 mit dem „Till von Franken“ ausgezeichnet. Vereinsgründung und StandartenweiheEin weiterer Meilenstein wurde in der Jahreshauptversammlung am 12. September 1993 gesetzt: Die anwesenden 56 Mitglieder verabschiedeten einstimmig die von der Vorstandschaft ausgearbeitete Satzung. Damit wurde der KCW, der ja bisher als Abteilung des Vereinsheim Wombach e.V. geführt wurde, nach 15 Jahren eigenständig. Gründungsvorsitzender wurde der bisherige Abteilungsleiter Egbert Roth. Der neu gegründete Verein wurde als sechstes stimmberechtigtes Mitglied in den Zweckverband Vereinsheim Wombach aufgenommen. Vierzehn Tage später wurde die Vereinsgründung zusammen mit den Wombacher Ortsvereinen und den umliegenden Faschingsvereinen im Kirbzelt auf dem Dorfplatz groß gefeiert. Los ging es am Sonntagmorgen mit einer Kirchenparade. Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes zur Vereinsgründung, den das KCW-Mitglied Pfarrer Dr. Klaus-Peter Kestler zelebrierte, stand die Segnung der neuen Vereinsstandarte, deren Anschaff ung Spenden von Fahnenpatin Barbara Siegler und Elferrat Georg Ullrich ermöglichten. Erster Standartenträger wurde Wolfgang Nätscher, der dieses Amt bis heute absolut zuverlässig ausübt! 1994 beschloss die Vor s t ands chaf t einstimmig, dem Fastnacht-Verband Franken e.V. im Bund Deutscher Karneval e.V. beizutreten. Der KCW geht onlineAls einer der ersten Faschingsvereine in der Umgebung war der KCW ab 1997 mit seiner Homepage www.kloesskoepf.de im Internet vertreten. Starthilfe leistete Ernst Huber, der Inhaber der sehr erfolgreichen „inoffiziellen Lohrer Homepage“: www.ernst-huber.de. Für die Session 1998/99 ist es dann gelungen, den Wombacher Mr. Internet, Hubert Perkuhn, für den KCW zu gewinnen. Er sorgt mit seiner Homepage www.wombach.de dafür, dass man sich überall auf der Welt schnell und umfassend darüber informieren kann, was in Wombach los ist. Dank seines großen Engagements ist die Internetseite des KCW stets brand aktuell! So kann man sich z.B. nach Elferratssitzungen schon beim Frühstück die Bilder des Abends anschauen. Durch diese Aktualität und die tollen Bilder, die er bei allen Veranstaltungen meist selbst schießt, ist die KCW-Homepage äußerst attraktiv. Davon zeugen aktuell über 33.000 Klicks! Marcus Ullrich wird 4. SitzungspräsidentNach 11 sehr erfolgreichen Jahren übergab Präsident Rainer Nätscher das KCW-Narren-Zepter 2005 an seinen Nachfolger Marcus Ullrich. Die Karriere von Marcus begann 1987. Als 11-jähriger Dreikäsehoch brauchte er bei seiner Debüt-Büttenrede „Ich bin der Erste“ noch einen Schemel, um über die Bütt sehen zu können. Das Lohrer Echo schrieb damals: „Der jüngste Akteur der Elferratssitzung gab eine hervorragende Figur ab...“ „...Marcus erntete viel Applaus und hat sicher noch eine vielversprechende Karriere vor sich“. Und der Journalist sollte Recht behalten! Seit nunmehr 23 Jahren ist er in den unterschiedlichsten Rollen aktiv und aus der Wombicher Foasenoacht nicht mehr wegzudenken. Er war Büttenredner, Prologer gemeinsam mit Jürgen Schecher, brachte als „Bröckele“ an der Seite von „Kloaß“ Rainer Nätscher das Publikum zum Toben und war über viele Jahre hinweg Ideengeber und oft auch Hauptdarsteller bei den Showbeiträgen der „Saubazis“. Die Auftritte „seines Stammtisches“ gehörten in den Jahren von 1989 bis 2009 stets zu den Höhepunkten der Elferratssitzungen. So war es nur konsequent, dass er nach dem Rücktritt von Rainer dessen Nachfolge antrat und so in die Fußstapfen seines Vaters Leo Ullrich treten konnte. Erste „Wilde Wombacher Weibersitzung“ Am Donnerstag, 03.02.2005, fand im Vereinsheim die erste Weibersitzung des KCW statt. Die Idee dazu hatte Gerti Nätscher, die als erfolgreiche Büttenrednerin seit 1994 ein fester Bestandteil bei den Elferratssitzungen ist. Nachdem sich die Begeisterung für diese Veranstaltung bei den KCW-Verantwortlichen aufgrund der ohnehin schon großen Belastung bei der Vorstandschaft, bei Aktiven und Helfern in Grenzen hielt, nahm Gerti das Heft selbst in die Hand. Unterstützt von Bettina David-Müller und Isabell Brönner kümmerte sie sich um das Personal (Männer in Frauenkleidern), sorgte für ein abwechslungsreiches, witzig-frivoles Programm, trat selbst mit den „Spatzelruther Katzen“ auf und führte natürlich auch noch durch den Abend. Dieser bemerkenswerte Einsatz hat sich voll gelohnt und der Erfolg des Abends übertraf alle Erwartungen! Zusatztische mussten aufgestellt werden und es herrschte eine super Stimmung! Nach dieser gelungen Premiere war es klar, dass auch der Weiberfasching eine festen Platz im Veranstaltungskalender des KCW haben wird. Nicht nur beim Weiberfasching gibt es einen Garanten für mitreißende Musik und brodelnde Stimmung: Der Haus- und Hof-DJ des Vereins Markus Schlemmer alias „DJ Sunshine“. Auch nach jeder Elferratssitzung sorgt er in der Aktivenbar mit seiner Musik bis in die frühen Morgenstunden für Gaudi und ausgelassene Stimmung und moderiert schon seit vielen Jahren den Faschingszug am Wombacher Dorfplatz. In der Faschingszeit reist er dafür jedes Wochenende extra aus Hamburg an! Auftritt Thomas Ullrich in der Fernsehsitzung „Franken Helau“Der Bruder von Marcus, Thomas Ullrich, hatte seine Premiere 1993 in der Kindersitzung als Kinder-Elferrat. In den kommenden Jahren folgten einige Auftritte bei Sketschen oder Dialogen. Sein großer Durchbruch kam 2001 als er erstmals sein außerordentliches Talent als Stimmenimitator unter Beweis stellte. Seitdem begeistert er Jahr für Jahr mit täuschend echten Imitationen bekannter lokaler und überregionaler Größen aus Sport, Politik und Showbusiness seine Fangemeinde. Als erster KCW-Aktiver schaff t er 2007 den Sprung ins Fernsehen. Als Bayerischer Ministerpräsident Edmund Stoiber bei seiner Abschiedsjagd im Spessart war er einer der Höhepunkte bei der Fernsehsitzung „Franken Helau“ des Bayerischen Fernsehens, die in Weibersbrunn aufgezeichnet wurde. Dieser Auftritt sollte keine Eintagsfl iege sein. 2009 zeigt er im Staatlichen Hofkeller der Würzburger Residenz bei der „Närrischen Weinprobe“ des Bayerischen Fernsehens als das Ministerpräsidenten-Tandem Huber und Beckstein erneut bayernweit sein Können. „Wommeburg Spectaculum haut selbst den stärksten Klöasskopf um“
Am 11.11.2009 konnte die örtliche
Presse von einem sensationellen
Fund berichten. Der „Kultur- und Chronikverein
Wombach“ (KCW) entdeckte
Hinweise, dass auf dem Wombacher
Kirchberg im 14. Jahrhundert die stolze
„Wommeburg“ gestanden haben muss.
Diese Presseberichte, die natürlich ein
Faschingsscherz waren, stellten den Beginn
einer bemerkenswerten und überaus
erfolgreichen Kampagne dar. Die Idee, die Themen Mittelalter und Spectaculum in den Mittelpunkt einer Kampagne zu
stellen, stammte wie auch das Motto (s.o.) von Thomas Ullrich. Diese Idee wurde von
den Aktiven prima aufgenommen und umgesetzt. Angefangen von den Presseberichten,
über den Gala-Ball, die Sitzungen bis hin zum großen Faschingszug am Faschingssonntag
zog sich dieses Thema wie ein roter Faden durch die komplette Kampagne. Von Anfang an werden die Sessionsorden beim KCW vom Entwurf bis zur Bemalung und Lackierung in liebevoller Handarbeit komplett selbst hergestellt. Für die Gestaltung war bis 1992 Werner Wirth verantwortlich. Danach übernahm diese Aufgabe Hans-Georg Bauer, der dabei in den letzten Jahren von seiner Tochter Carolin tatkräftig unterstützt wird. Die benötigten Rohlinge schnitzt seit 1993 der ehemalige Aktive und Elferrat Thomas Roth, der seit 2003 auch das Gießen der Orden übernommen hat. Den weitaus aufwendigsten und zeitintensivsten Beitrag bei der Ordensherstellung leistet seit 1982 Walter Albrecht. Seit nunmehr fast 30 Jahren bemalt er, mit tatkräftiger Unterstützung seiner ganzen Familie, alle Kampagneorden des KCW! Bis 2002 hat er die Orden im Keller seines Hauses auch selbst gegossen. Mittlerweile werden jede Session rund 250 Orden an Aktive, Helfer und Gäste überreicht. Das „Ordensatelier Albrecht“ hat insgesamt schon über 6.000 Orden gefertigt und bemalt! Bei einem Zeitaufwand von ca. 1,5 Stunden pro Orden eine mehr als bemerkenswerte Leistung! Der KCW zeigt auch soziales EngagementAuch soziales Engagement ist dem Karnevals-Club ein Anliegen: Verschiedene soziale und karitative Einrichtungen wie z. B. die Lebenshilfe, die Rexroth-Stiftung, das Goldene Herz, der Wombacher Kindergarten, die Regenbogenstation oder der Hilfsverein OST e.V. wurden über die Jahre hinweg mit Spenden unterstützt. Darüber hinaus unterhielten die Wombacher Narren gemeinsam mit den Lohrer Moppern über viele Jahre hinweg die Bewohner des Lohrer Altenheims St. Martin alljährlich mit einem kurzweiligen Faschingsprogramm. Seit 2006 besucht eine Abordnung des Vereins den Wombacher Altenclub und unterhält die Seniorinnen und Senioren mit einem Auszug aus der Elferratssitzung und der Kindersitzung. Der KCW ist trotz seiner relativ jungen Vergangenheit nicht mehr aus dem reichhaltigen Wombacher Vereinsleben wegzudenken. Er ist der mitgliederstärkste Faschingsverein im Lohrer Talkessel und zählt derzeit über 500 Mitglieder, darunter ca. 100 Kinder und Jugendliche. Der KCW-Gala-Ball, die beiden Elferratssitzungen, der Weiberfasching, die Kinder- und Jugendsitzung, der Faschingszug und die Wombacher Zeltkirb sind Veranstaltungen, die im Wombacher Jahreskalender einen festen Platz einnehmen. KCW Präsidenten: 1978 – 1985 Robert Peter 1986 – 1992 Leo Ullrich 1993 – 2004 Rainer Nätscher seit 2005 Marcus Ullrich KCW Abteilungsleiter bzw. Vorstände: 1978 Ernst Baumeister 1979 – 1986 Werner Wirth 1987 – 1988 Peter Heilig seit 1988 Egbert Roth KCW Kinder-Präsidenten: 1992 – 1994 Thomas Herteux 1995 Christian Perkuhn 1996 Stefanie Nätscher und Nanett Werthmann 1997 – 1998 Stefanie Nätscher und Karina Rack 1999 – 2001 Michael Hübner und Andreas Nätscher 2002 Michael Hübner und Maximilian Hübner 2003 Maximilian Hübner und Vanessa Roth 2004 Maximilian Hübner 2005 Sebastian Opara, Manuel Ullrich und Simon Ort 2006 – 2008 Lukas Ullrich und Dominik Hofmann 2009 Dominik Hofmann und Felix Hübner 2010 Felix Hübner Mit dem höchsten Orden des FVF, dem „Till von Franken“, |